Probleme auf der Wortebene erkennen

Probleme auf der Wortebene erkennen

Erkennen und Lesen eines Wortes

Vielen Kindern fällt das Lesen und Verstehen der Wörter eines Satzes noch sehr schwer. Doch wo liegen dabei die Schwierigkeiten und wie kann man das Kind unterstützen?

Die Wörter eines Satzes richtig lesen zu können, setzt folgende Fähigkeiten voraus:

  • Das Kind muss sich bewusst sein, dass ein Satz aus vielen Teilen, also Wörtern besteht, die voneinander unabhängig sind.  
  • Das Kind muss Silben zu einem Wort zusammensetzen können.
  • Das Kind muss das Wort (er)kennen und dessen Sinn verstehen können.

Woran merke ich, dass mein Kind | mein Schüler oder meine Schülerin Schwierigkeiten auf der Wortebene hat:

  • Es liest sehr langsam und stockend,
  • hat Schwierigkeiten, mehrsilbige Wörter richtig zu dechiffrieren,
  • liest nur Teile des Wortes-vergisst Endungen
  • liest die Wörter nicht in der richtigen Reihenfolge,
  • überspringt Wörter,
  • errät Wörter anhand des Kontextes.

Was kann man tun um dem Kind zu helfen?

Das Numulis Material benutzt dafür zwei erprobte Lesemethoden ("Zwei-Wege Modell des Lesens"):

1.    Lesen lernen durch die indirekte Methode
Das Kind lernt Wörter lesen, durch Aneinanderreihen von Buchstaben zu Silben und Silben zu Wörtern.
Das Kind hat im vorherigen Schritt "Erstes Lesen-Silben bilden" gelernt, aus Lauten eine Silbe zu bilden. Jetzt soll es diese Silben wieder in den Wörtern wiedererkennen um das Wort richtig zu lesen.

Da dieser Prozess am Anfang sehr schwierig ist, unterstützen wir die Kinder dabei mit einer zur Sprache passenden Texteinfärbung, die ihnen das Lesen vereinfacht. Diese kann durch die Farben blau/rot oder schwarz/grau markiert werden (deutsche Sprache) oder durch das Einfärben der Laute, die zwar unterschiedlich geschrieben, jedoch gleich gelesen werden (französische Sprache).

Wir lassen das Kind immer testlesen, damit es erkennen kann, welche Einfärbung ihm am besten weiterhilft. Genauso handhaben wir es mit einer passenden Schrift. Wir lassen das Kind mehrere Schriftformatierungen lesen, um herauszufinden, welche die beste für das Kind ist.
Diese findest du im NUMULIS Begleitheft.


2.    Lesen lernen durch die direkte Methode.
Bei dieser Methode wird das Wort nicht dechiffriert, sondern das Wortbild wird visuell eingeprägt (= Memorisieren des Wortbildes). Dabei wird nicht jeder Buchstabe einzeln erlesen, sondern das ganze Wort wird am Schriftbild erkannt.
Dafür benutzen wir die NUMULIS Blitzlesewörter. Dies sind die 100 Wörter, die in jeder Sprache am meisten gebraucht werden. Sind diese Wörter erst einmal memorisiert, kann das Kind sie beim ersten Textlesen wieder aus dem Gedächtnis abrufen und aus dem Text „herausscannen“. Diese Methode funktioniert sowohl im Französischen wie im Deutschen.

Hat das Kind noch Probleme damit, ist das Blitzlesen noch nicht sinnvoll. In dem Fall hilft es, die Wortkarten zuerst gemeinsam zu bearbeiten, indem man

  • die Silben durch der Sprache angepasste Silbenbögen kennzeichnet.
  • die Vokale gelb markiert und dem Kind erklärt, dass in einer Silbe immer ein "Königsbuchstabe" (ein Vokal) sein muss.
  • die Buchstaben, die dem Kind noch Schwierigkeiten bereiten, farblich markiert.

Weitere unterstützende Ideen:

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