Leicht lesen mit der NUMULIS Lese-und Lernbox

Leicht lesen mit der NUMULIS Lese-und Lernbox

Mit Wortschatzkarten passend zu jedem NUMULIS Lesebuch

Didaktische Erklärungen

Die Numulis Lese- und Lernbox kann sehr vielseitig benutzt werden:

zum Wortschatzaufbau: Kinder mit Schwierigkeiten im Sprachverständnis können sich so die Bedeutung einzelner Wörter erarbeiten.

zur Unterstützung des Leseprozesses: Kinder mit Leseschwierigkeiten können die Wörter im Vorfeld üben.

Passend zu jedem NUMULIS Lesebuch erhält dein Kind / deine SchülerIn Wort- Bildkarten für die Lese-und Lernbox. So kann jedes Kind die Wörter im Vorfeld lesen und verstehen lernen, um nachher den Text im Lesebuch besser verstehen zu können.

Beim Lesenlernen mit der Lese- und Lernbox verwenden wir die indirekte Lese-Methode. Das Kind lernt Wörter lesen durch Aneinanderreihen von Buchstaben zu Silben und Silben zu Wörtern.

Wichtig ist, dass das Kind bereits gelernt hat, wie eine Silbe zusammengesetzt ist. Jetzt soll es diese Silben in Wörtern wieder herauslesen können.

Da dieser Prozess am Anfang sehr schwierig ist, unterstützen wir die Kinder dabei mit einer zur Sprache passenden Texteinfärbung, die ihnen das Lesen vereinfacht.

Die NUMULIS Lese-und Lernbox eignet sich sehr gut, damit in der Schule und auch zu Hause mit dem gleichen Material gearbeitet werden kann, da sie durch ihre Größe und Form sehr leicht transportiert werden kann. Die in der Schule eingeführten Wörter können so einfach zu Hause selbstständig weitergeübt werden.

Arbeiten mit der Lernbox:

Das Kind bekommt zum Lesebuch passende Wort – Bildkarten.

Wie viele Wortkarten pro Woche erarbeitet werden können, hängt davon ab, auf welcher Lesekompetenzstufe das Kind sich befindet:

  • Das Kind liest langsam ein Wort:  Hier genügen 5 Wortkarten pro Woche.
  • Das Kind liest langsam einige Wörter:  Wir raten zu 7-10 Wortkarten pro Woche.
  • Das Kind liest bereits ganze Sätze, jedoch noch unsicher und fehlerhaft:  In dem Fall kann man zwischen 10-15 Wortkarten pro Woche erarbeiten.


Vorarbeit - bevor das Kind die Wörter einüben kann:
Jede Wortkarte, beziehungsweise jedes Wort muss zuerst in Gegenwart eines Erwachsenen erarbeitet werden. Jede Karte wird gemeinsam mit dem Kind „erlesen“:

  • Das Wort wird in Silben eingeteilt.
  • Die Vokale der einzelnen Silben werden eingefärbt, damit die Silbe besser sichtbar gemacht wird.
  • Silbenbögen werden gezeichnet.
  • Es wird markiert, was an dem Wort schwierig ist.

Auf diese Weise erarbeitet das Kind sich die Fähigkeit, ein Wort autonom in Silben einzuteilen, eine Fähigkeit, die es später beim Textelesen einsetzen muss.
Sind die Wortkarten fertig vorbereitet, werden sie in die Lese-und Lernbox in das Kästchen mit der 1 gelegt.
An jedem Tag der kommenden Woche, kann das Kind dann seine Wörter selber oder mit Hilfe eines Erwachsenen in der Schule oder zuhause einüben.

Ablauf des autonomen Wortschatzaufbautrainings:

Am ersten Tag der Woche:
Die Wortkarten sind mit dem Bild nach oben in die Lernbox gelegt worden.
Das Kind nimmt sich eine Wortkarte aus Kästchen 1, schaut sich das Bild an und spricht laut das passende Wort dazu.
Die Karte wird umgedreht und das Kind kontrolliert selbst, ob es das richtige Wort ausgesprochen hat.
Wenn das Bild richtig erkannt wurde und das Wort gut gelesen werden kann, kommt die Karte ins 2. Kästchen.
Die Wortkarten, die das Kind von der Bedeutung her noch nicht kennt, bleiben im 1. Kästchen. Sie werden dann das nächste Mal als Erstes geübt, solange bis sie in das 2. Kästchen weiterwandern können.
Hier bietet es sich an, das Kind die Wörter auch schreiben zu lassen, als Vorbereitung auf den Schreiblernprozess.

Am nächsten Tag:
Die Wörter aus dem 2. Kästchen  werden als Erstes geübt. Die richtig erkannten Wortkarten wandern weiter in das 3. Kästchen. Dann werden die Wörter aus dem 1. Kästchen wiederholt.  Sind sie richtig ausgesprochen worden, kommen auch sie in das 2. Kästchen. Ansonsten bleiben sie im 1. Kästchen.

An jedem weiteren Tag:
Das Kind beginnt sein Training mit den Wortkarten aus dem 3. Kästchen. Danach aus dem 2. und zum Schluss wieder jene aus dem 1. Kästchen. Das Prinzip ist immer das Gleiche: Wurde das Wort richtig ausgesprochen, dann wandert die Karte ein Kästchen weiter.  Ist noch ein Fehler aufgetreten im Erkennen, Lesen oder eventuell Schreiben, dann bleibt die Wortkarte in dem Kästchen, wo es war.
Sind die Wörter im 4. Kästchen, kennt das Kind die Bedeutung der Wörter gut und hat sich das Wortbild einprägen können. Die erlernten Wortkarten können in der Mitte der Box abgelegt werden und es können neue Karten in die Lernbox gelegt werden.
Wurden alle Wortkarten passend zum Lesebuch auf diese Weise erarbeitet, steht dem autonomen Lesen des NUMULIS Lesebuches nichts mehr im Wege.

 

Ablauf des autonomen Lesetrainings:

Voraussetzung: Das Kind kennt die Bedeutung aller Wörter, die sich in der Lesebox befinden.
Ist dies nicht der Fall, sollte zuerst das Wortschatztraining durchgearbeitet werden.
Die Wortkarten sind mit dem Text nach oben in die Lernbox gelegt worden.

Am ersten Tag:
Das Kind nimmt sich eine Wortkarte aus Kästchen 1 und liest das Wort.
Die Karte wird umgedreht und das Kind kontrolliert selbst anhand des Bildes, ob es das Wort richtig gelesen hat. Wenn das Bild richtig gelesen wurde, kommt die Karte ins 2. Kästchen.
Die Wortkarten, die das Kind gar nicht oder stockend gelesen hat, bleiben im 1. Kästchen. Sie werden dann das nächste Mal als Erstes geübt, solange bis sie in das 2. Kästchen weiterwandern können. Auch hier bietet es sich an, als Vorbereitung auf den Schreiblernprozess das Kind die Wörter auch schreiben zu lassen.

Am nächsten Tag:
Die Wörter aus dem 2. Kästchen  werden als Erstes gelesen. Die richtig gelesenen Wortkarten wandern weiter in das 3. Kästchen. Dann werden die Wörter aus dem 1. Kästchen wiederholt.  Wurden auch sie richtig gelesen, kommen sie in das 2. Kästchen. Ansonsten bleiben sie im 1. Kästchen.

An jedem weiteren Tag:
Das Kind beginnt sein Training mit den Wortkarten aus dem 3. Kästchen. Danach aus dem 2. und zum Schluss wieder jene aus dem 1. Kästchen. Das Prinzip ist immer das Gleiche: Wurde das Wort richtig gelesen, dann wandert die Karte ein Kästchen weiter.  Ist noch ein Fehler aufgetreten im Lesen oder eventuell Schreiben, dann bleibt die Wortkarte in dem Kästchen, wo es war.
Sind die Wörter im 4. Kästchen, kann das Kind die Wörter leichter lesen und es hat sich das Wortbild einprägen können. Die erlernten Wortkarten können in der Mitte der Box abgelegt werden und es können neue Karten in die Lernbox gelegt werden.
Wurden alle Wortkarten passend zum Lesebuch auf diese Weise erarbeitet, steht dem autonomen Lesen des NUMULIS Lesebuches nichts mehr im Wege.

 

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