Der Froschteich - Lesespiel auf der Silbenebene

Der Froschteich - Lesespiel auf der Silbenebene

"Der Froschteich" ist ein differenziertes Lesespiel, das Kindern erlaubt auf lustige Weise das Silbenlesen zu erlernen.

Du kanns zwischen 2 Varianten wählen. Eine ist auf die deutsche Sprache aufgebaut, eine zweite auf die französische Sprache.

Beschreibung für das deutsche Spiel:

Es gibt zwei verschiedene Froschteichspielpläne.

Auf dem ersten Spielplan sind alle Silben kleingeschrieben. Auf diese Weise können die Kinder zuerst das Silbenlesen mit den kleingedruckten Buchstaben erlernen.  

 

 

Auf dem anderen Spielplan sind die Anfangsbuchstaben großgeschrieben, damit die Kinder sich in einer zweiten Phase daran gewöhnen können , großgeschriebene Buchstaben in einer Silbe zu lesen.

 

Die Spielkarten sind in drei Schwierigkeitsstufen eingeteilt:

Bei jeder Stufe handelt es sich immer um offene Silben, welche auf der deutschen Sprache basieren (zum Beispiel MI-im Gegensatz zu geschlossenen Silben wie IM)

    Stufe 1 | die hellblauen Froschkarten
Die Silben bestehen aus einem Konsonanten und einem Vokal (i, u, e, o, a) gebildet. Bei den Konsonanten wurde die Reihenfolge des MILA-Programms berücksichtigt. Das Spiel beinhaltet die Silben mit den Konsonanten M, L, T, S, N, R, W, D.



Stufe 2 | die mittelblauen Froschkarten
Die Silbe besteht aus einem Konsonanten der Stufe 1 zusammengesetzt mit den Doppellauten <eu>, <ei> und <au>.

 
    

Stufe 3 | die dunkelblauen Froschkarten
 Die Silbe wird mit den gleichen Konsonanten und den Umlauten <ä>, <ö> und <ü> gebildet.

 

Beschreibung des französischen Spieles

Es gibt drei verschiedene Froschteichspielpläne.

 1. Schwierigkeitsstufe:

Auf dem ersten Spielplan befinden sich Silben, die aus Konsonanten und Vokalen bestehen, die lautgetreu ausgesprochen werden.

2. Schwierigkeitsstufe:

Auf dem zweiten Spielplan muss sich das Kind mit Silben auseinandersetzen, die aus Konsonanten (v, ph, g, ch) und Vokalen ( u, ou, é, ez, è, eau, au, ô) bestehen, bei denen sich die Aussprache vom Schriftbild der Buchstaben  unterscheidet.

3. Schwierigkeitsstufe:

Auf dem dritten Spielplan sind die Silben aus allen Konsonanten und Vokalen gebildet, sowohl mit laugetreuen als auch mit denen, wo sich die Aussprache vom Schriftbild der Buchstaben  unterscheidet.

Die Spielpläne gibt es ebenfalls mit Einfärbung der Laute, so wie es auch im französischen Programm "Salut c'est magique" angewand wird.

Die Spielkarten sind auch hier in drei Schwierigkeitsstufen eingeteilt:

So wie die Spielpläne, kann man die Spielkarten auch mit Einfärbung der Laute erhalten, die nicht lautgetreu ausgesprochen werden.

Stufe 1 | die hellblauen Froschkarten
Die Silben bestehen aus Konsonanten und Vokalen (i, u, e, o, a). die lautgetreu ausgesprochen werden.

 Stufe 2 | die mittelblauen Froschkarten
Die Silben bestehen aus Konsonanten (v, ph, g, ch) und Vokalen ( u, ou, é, ez, è, eau, au, ô), deren Aussprache sich vom Schriftbild der Buchstaben unterscheidet.

Stufe 3 | die dunkelblauen Froschkarten
Die Silben bestehen aus allen Konsonanten und Vokalen, sowohl lautgetreue wie auch diejenigen, die nicht lautgetreu ausgesprochen werden.

 

Durchführung für beide Sprachen

Diese Spiel kann in vielen unterschiedlichen Varianten gespielt werden, sodass es zu den Fähigkeiten des Kindes passt. Voraussetzung ist, dass das Kind die einzelnen Buchstaben lesen kann.


Bei jeder Variante gilt: Jeder Mitspielende nimmt eine Spielfigur und setzt diese auf das Feld „Start“.Das jüngste Kind beginnt, würfelt und bewegt seine Spielfigur der Würfelzahl entsprechend nach vorne. Gewonnen hat immer der Spielende, der das Ziel als erstes erreicht hat.

Zu jeder Variante kann man das Lesen der Silben mit Bewegungen ergänzen (siehe Variante 6). Von Variante 1-5 würden wir jedoch raten immer nur eine Bewegung auszusuchen, bei der das Kind sich wohlfühlt.

Variante 1
Diese Variante wird nur mit dem Spielplan gespielt (ohne Karten). Das jüngste Kind beginnt zu würfeln. Mit dessen Spielfigur rückt das Kind die Anzahl der Punkte auf dem Würfel nach vorne. Der Spielende liest die Silbe auf dem Seerosenblatt klar und deutlich vor. Dann ist es am nächsten Spielenden.

Variante 2

Diese Variante wird mit dem Spielplan und den hellblauen Froschkarten (Stufe 1) gespielt. Der Spielende würfelt und rückt seine Spielfigur nach vorne. Das Kind liest die Silbe auf dem Seerosenblatt laut vor. Dann zieht das Kind eine Karte und liest diese Silbe laut vor. Nun werden beide Silben zu einem „Quatschwort“ kombiniert, indem zuerst die Silbe auf dem Seerosenblatt und danach die Silbe der Karte vorgelesen wird. Dann ist das nächste Kind am Zug.

Variante 3
Falls die Variante 2 dem Kind bereits leichtfällt, kann man nun mit den mittel- (Stufe 2) und danach mit den dunkelblauen Froschkarten (Stufe 3) spielen.


=>Tipp: Man kann die unterschiedlichen Stufen der Froschkarten auf verschiedenen Stapeln gleichzeitig anbieten und dem Kind die Wahl lassen, welche Schwierigkeitsstufe es nehmen möchte. Auf diese Weise kann das Spiel mit Kindern unterschiedlicher Sprachniveaus gespielt werden. Silbenkarten mit weiteren Konsonanten oder Konsonantenhäufung kann man hier als Zusatzset auf bestellen.

 Variante 4

Ab hier kann man das Spiel so variieren, wie man will. Man kann mit 3-4 Silben lesen (z.B. „na- la - ro - va = nalarova“) oder mit weniger Silben aber dafür Silben mit einem Umlaut oder einem Doppellaut (zB. „na - lö = nalö“ oder „na -leu = naleu“).

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die unterschiedlichen Stufen der Froschkarten können gemischt werden oder man kann im Vorfeld mit den Kinder die Anzahl der gezogenen Karten bestimmen.

 

Variante 5

Kann das die Spielgruppe Silben bereits leicht lesen, dann kann man den Schwierigkeitsgrad weiter erhöhen. Das Spiel wird mit allen Farben der Froschkarten gespielt. Das Spiel beginnt wie in Variante 2: Das jüngste Kind beginnt zu würfeln. Mit dessen Spielfigur rückt er die Anzahl der Punkte auf dem Würfel nach vorne. Nun schaut sich das Kind die Silbe auf dem Seerosenblatt an und liest sie laut vor. Daraufhin wird noch einmal gewürfelt und das Kind zieht sich so viel Silbenkarten wie Augen auf dem Würfel sichtbar sind. Zuerst werden die Silben einzeln gelesen und dann zu einem „riesigen Quatschwort“ zusammengesetzt.

 

Variante 6

Diese Variante ist mit viel Bewegung verbunden. Das Lesen der Silben wird mit unterschiedlichen Bewegungen unterstützt. Diese Variante wird so gespielt wie die Variante 4. Die Anzahl der zu ziehenden Karten wird festgelegt.  Die Regeln werden jedoch noch um folgendes ergänzt:

Hat der Spielende die abgemachte Anzahl von Silbenkarten gezogen und das „Riesenquatschwort“ bereits gelesen wird noch einmal gewürfelt.

Der Spielende liest das Wort noch einmal, begleitet von den Bewegungen, die der Augenzahl des Würfels entsprechen:

  • 1: Das Kind klatscht bei jeder Silbe einmal in seine Hände.
  • 2: Das Kind springt bei jeder Silbe mit beiden Beinen nach vorne.
  • 3: Das Kind klopft sich im Sitzen, mit beiden Händen auf seine Oberschenkel.
  • 4: Das Kind springt bei jeder Silbe von einem Bein auf das andere.
  • 5: Das Kind klatscht seinem rechten Nachbarn bei jeder Silbe gegen die Handfläche.
  • 6: Das Kind klopft zu jeder Silbe mit beiden Händen auf die Tischplatte.
 

Didaktischer Hintergrund

Voraussetzung um „Der Froschteich“ spielen zu können

Wichtig ist, dass das Kind fähig ist, das Schriftbild der Buchstaben zu erkennen und sie mit dem entsprechenden Laut zu verbinden. Falls dies dem Kind schwer fällt, empfehlen wir das Silbenlesen zunächst mit dem NUMULIS Silbenbuch zu trainieren. Sobald das Kind die Silben in den Silbentabellen des Buches gut lesen kann, so kann man zu diesem Spiel übergehen. Man kann zunächst nur mit den Karten spielen, welche die Konsonanten enthalten, die man vorher eingeübt hat.

Da das Lesen der französischen Silben Kindern mit Leseschwierigkeiten besonders schwerfällt, gibt es das Spiel ebenfalls mit zwei verschiedenen Einfärbung der Konsonanten und Vokalen, die nicht lautgetreu ausgesprochen werden:

1. Einfärbung der Laute
2.. Einfärbung der Laute, sowie Konsonanten und „sons muets“
Die zwei unterschiedlichen Einfärbungsmethoden entsprechen dem Luxemburger Französischprogramm „Salut c’est magique“.

 Allgemein

Kinder mit einer Leselernstörung fällt es auch in höheren Klassen noch schwer, ein ganzes Wort zu erlesen. Deshalb ist das Arbeiten mit der Silbenmethode wichtig, bevor man auf die Wortebene übergeht. Durch die unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen der Silbenkarten kann jedes Kind das Spiel auf seiner Kompetenzstufe spielen. Die vielen Spielvarianten erlauben dem Kind, sich spielend weiterzuentwickeln. Am Anfang liest es eine einzige Silbe, danach setzt es Quatschwörter mit beliebig vielen Silben zusammen. Hat das Kind diese Stufe erreicht, dann steht dem Wörterlesen nichts mehr im Wege.

 Wichtigkeit von Quatschwörtern

Wenn ein Kind versucht die Wörter vom Sinn her zu erraten, ohne das Wort jedoch richtig zu erkennen oder zu erlesen, ist dies ein Erkennungsmerkmal einer Leselernschwierigkeit. Oft liest das Kind dann Fehler und versteht den Sinn des Satzes nicht.

Quatschwörter verhindern dies und zwingen das Kind förmlich, die Silben anhand des Schriftbildes der Buchstaben zu „dekodieren“, da diese Wörter keinen Sinn ergeben. Dabei wird die indirekte Leseroute gefördert. Sie besteht darin, dass das Kind das Schriftbild des Buchstabens mit einem Laut verbindet und dann zu einer Silbe respektive zu einem Wort zusammengesetzt.

Wir wünschen viel Spaß

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