Probleme auf der Ebene des Silbenlesens erkennen

Probleme auf der Ebene des Silbenlesens erkennen

Silbenbasierte Leseförderung - eine wertvolle Unterstützung im Leselernprozess

Leseschwache Kinder erreichen trotz weiterer Fortschritte während der gesamten Grundschulzeit am Ende der vierten Klasse nicht das Niveau, das durchschnittlich lesende Kinder bereits am Ende der ersten Klasse erreicht haben. (Cf. Mayer 2018, S. 147) Es fällt ihnen immer noch schwer, die einzelnen Silben zu Wörtern zusammenzusetzen.

Deshalb benötigen sie Lese- und Arbeitsmaterial, das ihrem Alter entspricht und  ihren Interessen gerecht wird, jedoch ebenfalls erlaubt an den unterschiedlichsten Etappen des Lese- und Lernprozesses arbeiten zu können.

Um dieser Tatsache gerecht zu werden, bedarf es einer großen Menge an Ideen und Material, was wiederum für die Lehrkraft oft einen unüberwindbaren Aufwand an Vorbereitungsarbeit mit sich bringt. „Nur“ differenzieren reicht in diesem Fall nämlich oftmals nicht aus.

 

Woran erkenne ich, dass mein Kind | meine SchülerInnen noch Schwierigkeiten auf der Ebene des Silbenlesens haben.

Das Kind...

  • ... liest einzelne Buchstaben wie ein Roboter.
  • ... wiederholt mehrfach den gleichen Buchstaben.
  • ... reiht die Buchstaben nicht aneinander.
  • ... vertauscht die Buchstaben innerhalb einer Silbe.
  • ... errät das Wort, anstatt es zu dechiffrieren.

 

Wie kann ich mein Kind | meine SchülerInnen im Prozess des Silbenlesens unterstützen:

Eine Studie der Universität München hat erwiesen, dass eine Leseförderung, die phonem- und silbenbasiert arbeitet, die größten Erfolgschancen bietet. Da es für Kinder mit Lesestörungen auch in höheren Klassen noch schwierig ist, sofort ein ganzes Wort zu erlesen, arbeiten wir daher zuerst mit der Silbenmethode, bevor wir auf die Wortebene hinübergehen.

Es ist ratsam, sich für diese Phase genügend Zeit zu lassen. Ein zu schnelles Weitergehen zum Wörterlesen wäre kontraproduktiv.

Jedes Lesespiel oder pädagogische Material von NUMULIS unterstützt den Silbenleseprozess. Auch in dieser Phase des Leselernprozesses ist es wieder wichtig, den Körper in die angebotenen Aktivitäten mit einzubeziehen.
Die Silben springen, mit den Händen klatschen sind extrem wichtige Übungen.

Die NUMULIS Silbenbücher

Diese Silbenlesebücher unterstützen das Silbenlesen mit der systematischen Methode des Silbenteppiche. Das Kind lernt die einzelnen Konsonanten und Vokale zu Silben zusammenzusetzen. Ein regelmäßiges Training fördert die Lesefähigkeit zusammengesetzter Silben. So lernt das Kind Silben zu Wörtern zusammenzusetzen.

zu den Silbenbüchern

Lies hier weitere Informationen dazu.

 

 Lesespiel "Der Froschteich"

"Der Froschteich" ist ein differenziertes Lesespiel, das Kindern erlaubt auf lustige Weise das Silbenlesen zu erlernen.

 Durch die unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen der Silbenkarten kann jedes Kind das Spiel auf seiner Kompetenzstufe spielen. Die vielen Spielvarianten erlauben dem Kind, sich spielend weiterzuentwickeln. Am Anfang liest es eine einzige Silbe, danach setzt es Quatschwörter mit beliebig vielen Silben zusammen. Hat das Kind diese Stufe erreicht, dann steht dem Wörterlesen nichts mehr im Wege.

 zum "Froschteich" Lesespiel

Lies hier weitere Informationen dazu.

 

 Die Silbenseiten in den NUMULIS Lesebüchern

Da es für Kinder mit Lesestörungen auch in höheren Klassen noch schwierig ist, sofort ein ganzes Wort zu erlesen, beginnt jedes Lesebuch der Stufe 1 und 2 zuerst mit dem Silbenlesen.

Die Silben der wichtigsten oder schwierigsten Wörter des jeweiligen Lesebuches befinden sich auf der Seite der Silbenkiste. 

 

 In den Numis-Lesebüchern werden leichte und schwierigere Silben benutzt. Hat das Kind jedoch noch Schwierigkeiten im Erkennen der Silben raten wir, zunächst mit dem Pädagogischen Material der Numis zu arbeiten. 

 Zu den Lesebüchern

 

Quellen:

  • Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Lese- und/oder Rechtschreibstörung- Evidenz- und konsensasierte LEITLINIE (S3) - Deutsche Gesellschaft für Kinder und Jugendpsychiatrie, Psxhosomatik und Psychotherapie e.V. (DGKJP) - Prof.Dr.med. Gerd Schulte-Körne und Dr. Katharina Galuschka - Klinikum Universität München - 2015
  • Gezielte Förderung bei Lese-und Rechtschreibstörungen
    Mayer, A. (2018). Gezielte Förderung bei Lese- und Rechtschreibstörungen (Praxis der Sprachtherapie und Sprachheilpädagogik) (3., überarbeitete Aufl.). Ernst Reinhardt Verlag.
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